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Da sich Dreizehn als Feinschmecker rausgestellt hat und keine normalen Hausmäuse frisst, habe ich mir wieder eine  Zuchtgruppe Vielzitzenmäuse angeschafft. Inzwischen sind  aus einer Gruppe 5-6 Gruppen geworden und ich verpflege damit fast den gesamten Bestand.

Vielzitzenmäuse (Mastomys Coucha) stammen aus Afrika und sind dort südlich der Sahara sehr verbreitet. Sie haben einen schlechten Ruf, da es viele sehr bissige Stämme gab, aber ich habe das Glück nur friedliche Tiere zu haben. Es wird wohl auch mehr Sorgfalt auf die Zuchtauswahl gelegt. Früher hatte ich ein Tier, welchen immer "auf Mann" ging wenn man sich nur dem Käfig näherte...

Da sie aus Afrika stammen vertragen sie nur Temperaturen bis 15°C und eignen sich daher nur im Sommer für die Haltung in einem Unbeheizten Raum. Im Winter müssen die Tiere auf jeden Fall in temperierten Räumen gehalten werden.

Vielzitzenmäuse werden mit normalem Mäuse- oder Hamsterfutter ernährt. Sie mögen - zumindet bei mir keine Pellets.  Allerdings haben sie einen größeren Bedarf an eiweißreicher Ernährung. Einige füttern daher Katzentrockefutter zu, was meine Feinschmecker aber auch nicht mögen. Ich habe für meine Mäuse immer einen Vorrat von Mehlwürmern oder Zophobas im Haus und die fressen sie für ihr Leben gern. Es gibt dann auch immer Streit in der Box, weil jeder meint er kommt zu kurz. Ein Mangel an eiweißreicher Nahrung wirkt sich nachteilig auf die Nachzucht aus. Die Würfe werden weniger und/oder kleiner. Alle Boxen sind zusätzlich noch mit einem Nagerstein ausgestattet, zum einen weil diese Mäuse sehr gern nagen zum anderen wegen der Mineralstoffe, die ja dann auch meinen Schlangen zu Gute kommen.

Die Vielzitzenmäuse haben den Vorteil, dass sie kaum Geruch haben. Bei der üblichen wöchentlichen Reinigung kann man gar nichts von den Mitbewohnern riechen (außer vielleicht den Geruch von Streu und Heu), was einen Vorteil gegenüber den Farbmäusen darstellt. Die Tiere leben in Familiengruppen, wobei immer nur einn Männchen akzeptiert wird. Das Männchen hat auch manchmal einen schlechen Stand bei seinen Damen und sitzt häufig einzeln. Die Damen kümmern sich alle zusammen um den Nachwuchs. Es ist schwer eine neue Gruppe aus erwachsenen Mäusen zusammenzustellen, da die Tiere sehr rabiat mit Artgenossen umgehen, die nicht zur Gruppe gehören. Hier hat sich aber auch bei mir der "Maggi-Trick" bewährt. Man setzt die zu vergesellschaftenden Mäuse in einen für alle Tiere neutralen Käfig und macht jedem Tier einen Tropfen Maggi ins Fell über dem Schwanz. Dann riechen die Tier erstmal alle gleich und vertragen sich meist schneller. Wichtig ist hierbei auch, dass die neue Gruppe dann in einen (geruchs-)neutralen Käfig kommen, sonst geht das Gerangel gleich wieder los.

Aus diesem Grund bin ich dazu über gegangen bereits mit den jungen Mäusen die Gruppe zusammenzustellen und diese dann nicht mehr zu verändern. Zur Geburtenkontrolle müsste man dann das Männchen entfernen und später wieder in die Gruppe bringen, wass für den armen Kerl aber dann meist erstmal eine wilde Beißerei bedeuten kann...

Die Weibchen haben werfen ca. alle 5 Wochen 10 und mehr Junge. Man muss also sehr aufpassen, dass man nicht in Babys ertrinkt... man sollte also genug Abnehmer für das Futter oder die Tiere als Liebhabertiere haben

Adulte Tiere eignen sich aufgrund ihrer Größe nur bedingt zur Verfütterung an Kornnattern, da sie eigentlich schon fast zu groß sind. Ich verfüttere überwiegend die Jungtiere und semiadulte Tiere. Meine Schlangen lieben dieses Futter und ich hab schon einige Feinschmecker, die gar nicht mehr an Farbmäuse ran wollen.

Vielzitzenmäuse gibt es in verschiedenen Farben. Von glatt braun, über braun weiß, rot, rot-weiß bis fast ganz weiß.

Auf Anfrage gebe ich gern auch Tiere ab und/oder stelle  gern aus meinen Nachzuchten eine Zuchtgruppe zusammen. Bei der Bestellung sind aber Vorlaufzeiten erforderlich, da ich meist wenig Tiere zur Abgabe habe - meine Schlangen sind einfach zu hungrig.

 

zuletzt aktualisiert 06.05.2016 10:12:08

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