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Viele Halter von jungen und halbwüchsigen  Kornnattern sind unsicher wieviel sie ihrer Schlange zu fressen geben sollen. Was ist zuviel und wann ist es vielleicht zu wenig.
 
Kornnattern fressen in der Regel Mäuse im angemessener Größe. Man kann aber auch andere Nagetiere in passender Größe verfüttern. Erwachsenen Schlangen können auch Eintagsküken gefüttert werden, was aber zu einer Verdünnung des Stuhls führen soll (hab es selbst noch nie ausprobiert). Insekten sind meines Wissens ungeeignet und werden auch nicht angenommen.
Die Mäuse kann man als Frostfutter kaufen, sollte aber auf eine gute Qualität achten, da verdorbenes Futter zu Problemen führen kann ( Erbrechen, Durchfall).
 
 
Fakt ist, dass eine Schlange, die weniger gefüttert wird nicht gleich eingeht, aber sie entwickeln sich langsamer. Man redet dann auch davon dass die Schlange "großgehungert" wurde.  Zuviel Futter führt zu einer Verfettung, was auch ungesund für das Tier ist. Dass eine Schlange fett werden kann hab ich bei Quadro selbst schon erlebt. Leider kann man das ohne Vergleichsmöglichkeiten nicht so wirklich merken. Eine Schlange frisst offenbar nicht nur wenn sie Hunger hat - manche Tiere fressen eben auch öfter und mehr als ihnen guttut.
 
 
Während der Häutungsphase sollte man auf eine Fütterung verzichten, auch wenn manche Schlangen auch dann noch Futter annehmen. Es kann passieren, dass sie dann nicht ordentlich verdauen und das Futtertier ganz oder teilweise erbrechen. Außerdem stellt des eine Belastung für den Organismus dar und es kann Probeleme bei der Häutung geben. Wenn man die milchige Färbung der Schlange bemerkt sollte man die Fütterung bis zur Häutung aussetzen.
 
Während der Wintermonate und in der Paarungszeit im Frühjahr stellen manche Schlangen das Fressen von selbst ein. Das ist dann kein Grund zur Sorge. Man sollte dann eine oder zwei Wochen warten und es nochmal versuchen. Es kann aber auch mehrere Wochen zu einer Futterverweigerung kommen.                                                                                                                         Solange die Schlange nicht an Gewicht verliert und man auch sonst nichts an der Haltung verändert hat, besteht kein Grund zu großer Sorge.
Bei Gewichtsverlust sollte man umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen und dort eine Kotprobe einreichen.
Hat man die Haltung verändert sollte man nachprüfen ob alle Parameter ideal für die Schlange sind.
 
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der unten beschriebenen Fütterungsempfehlung (Munson Feeding Plan) gemacht. Sie bietet insbesondere einen Anhaltspunkt wann man auf größere Futtertiere umstellen kann. Es kann aber für die eine oder andere Schlange auch unpassend sein. Wenn das Tier das Futtertier erbricht, was häufig passiert, wenn das Futtertier zu groß ist, dann sollte man erstmal wieder auf die vorherige Futtergröße umstellen und entweder häufiger füttern oder die Anzahl der Futtertiere erhöhen.
 
Das Gewicht der Schlange sollte natürlich vor der Fütterung ermittelt werden.

 

Fütterungsempfehlung für Kornnattern  
Gewicht der Schlange Futtertier / Gewicht  Fütterungsabstand
Schlange = 4-15g Einzelner Pinkie (2-3g),  alle 5- 7 Tage. 
Schlange = 16-23g 2 Pinkies (3g x 2)  alle 5- 7 Tage. 
Schlange = 24-30g kleine Fuzzies (5-7g)  alle 5- 7 Tage. 
Schlange = 30-50g Fuzzies (leicht befellt) (7-9g)   alle 5-6 Tage 
Schlange = 51-90g) Springer (9-12g)  alle 5-14 Tage 
Schlange = 91-170g) Selbstständige Jungmaus (14-20g)  alle 7-14Tage 
Schlange = 170 g+  Adult (24-30g)  alle 7-21 Tage 
Schlange = 400g+  Jumbo Adults/kleine Ratten (40-50g)   alle 7- 21Tage

 

 

So sieht eine Maus auf dem Röntenbild in einer Schlange aus... Auf dem oberen Bild sieht man eine Maus, die im Schlangenmagen liegt von der Seite und auf dem zweiten Bild von oben abgebildet.

 

 

zuletzt aktualisiert02.10.2014 07:20:05

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